Ein Blitzableiter leitet die Spannung vom Dach ins Erdreich (Foto: VDE)

Blitz und Donner: So schützen Sie Ihr Haus vor Gewitter

Gewitter und Blitzeinschläge richten enorme Schäden durch Überspannung, Feuer und übergelaufene Keller an. Hausreporter.de gibt Tipps, wie Sie vorbeugen.

2014 wurden 410.000 Schadensfälle infolge von Gewittern gezählt (Infografik: GDV)
2014 wurden 410.000 Schadensfälle infolge von Gewittern gezählt (Infografik: GDV)

Auch der Sommer 2015 ist geprägt durch Gewitter, Blitz und Donner. Kommt es in Folge eines Blitzeinschlages zu einem Brand, muss regelmäßig die Feuerwehr ausrücken. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat für das Jahr 2014 Bilanz gezogen. Demnach wurden 410.000 Schäden in Zusammenhang mit Blitzeinschlägen gemeldet – die Versicherungen haben insgesamt 340 Millionen Euro an die Versicherten ausbezahlt. Dabei nimmt die Zahl der Blitzschäden nimmt zu: 2014 gab es einen Anstieg um gut ein Drittel.

Dass der durchschnittlich gemeldete Schaden zunimmt, hat vor allem mit der technischen Versorgung der Haushalte zu tun: Zusätzlich zum Wohnzimmer sind häufig in weiteren Zimmer Fernsehgeräte installiert, hinzu kommen Laptops, Tablets und Handys.

Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherung übernehmen Schäden

Wer sich zumindest vor dem materiellen Schaden durch Gewitter schützen möchte, sollte Hausratversicherung und Wohngebäudeversicherungen abschließen. Die Wohngebäude-Versicherung übernimmt Schäden, die ein Blitz direkt am Haus anrichtet, also etwas an der Dachbedeckung oder an der Fassage. Die Hausratversicherung ist für Schäden vorgesehen, die im Gebäude selbst auftreten – sprich: Schäden an elektrischen Geräten.

Vorbeugen lässt sich durch die Installation eines Blitzableiters, der in jedem Fall von einem spezialisierten Fachbetrieb eingebaut werden sollte. Die Blitzschutzanlage leitet den Blitz – also die Spannung – vom Dach direkt ins Erdreich. Die nachträgliche Installation für ein Wohnhaus schlägt mit mindestens 2.500 bis 3.000 Euro zu Buche. Eine gesetzliche Pflicht zum Einbau eines Blitzableiters in Ein- und Zweifamilienhäuser gibt es nicht: Dies ist erst bei Gebäuden ab einer Höhe von 20 Metern vorgeschrieben.

Die meisten Blitzeinschläge und Gewitter passieren zwischen Juni und Juli (Infografik: VDE)
Die meisten Blitzeinschläge und Gewitter passieren zwischen Juni und Juli (Infografik: VDE)

Tipps der Versicherungen vor Schäden durch Gewitter

Der Versicherungsverband empfiehlt darüber hinaus spezielle Schutzleisten, die zumindest ein Minimum an Schutz bieten. Entsprechende Vorrichtungen schützen nicht nur elektrische Geräte, sondern beugen auch Kabelbränden durch Überspannung vor. Der beste Schutz vor Blitzschäden an teuren Geräten: Droht sich ein Gewitter an, sollten vorübergehend die Stecker von Fernseher, Radio, DVD-Player, Spielkonsolen, Kaffeemaschinen und Computern aus den Steckdosen gezogen werden.

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