Alle Beiträge von Petra Froehlich

Schlüssel verloren – Mieter schadensersatzpflichtig?

Wenn der Mieter einen überlassenen Hausschlüssel verbummelt, muss er für den Austausch der Schließanlage aufkommen. Aber es gibt Ausnahmen, wie der BGH nun entschieden hat.

Was passiert eigentlich, wenn dem Mieter einer oder mehrerer seiner Wohnungs- oder Haustürschlüssel verloren geht? In vielen Fällen ist der Schlüssel Teil einer kombinierten Schließanlage, die den Zugang sowohl zur Wohnung als auch zur Hausanlage ermöglicht. Ist der Schlüssel kurzfristig nicht mehr aufzufinden, stellt dies ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Fast immer werden sich die Eigentümer zu einem Austausch der Schließanlage durchringen. Die Kosten trägt der Verursacher, in diesem Fall der Mieter.

Die Schließanlage muss aber in jedem Fall ausgetauscht werden, wie der Infodienst Recht und Steuern der Landesbausparkassen (LBS) mit Hinweis auf ein aktuelles Urteil mitteilt (Aktenzeichen VIII ZR 205/13). Im konkreten Fall endetete das Mietverhältnis, einer der Schlüssel fehlte, die Hausverwaltung kalkulierte mit rund 1.400 Euro für den Austausch der Schließanlage. Allerdings wurde die Maßnahme nicht durchgeführt, demnach sei kein Vermögensschaden entstanden und deshalb sei der Mieter auch nicht zum Schadensersatz verpflichtet.

Haustiere in Mietwohnung: Muss der Mieter für Schäden haften?

Auch wenn der Mietvertrag die Tierhaltung ausdrücklich erlaubt: Treten Schäden auf, muss der Mieter dafür aufkommen.

Viele Vermieter untersagen von vornherein die Haltung von Hunden und Katzen in ihren Mietwohnungen – aus nachvollziehbarer Sorge, Böden und Einrichtung könnten zu Schaden kommen. In Einzelfällen ist dies zwar im Mietvertrag ausdrücklich vorgesehen (etwa dann, wenn die Wohnung durch einen Garten entsprechenden Auslauf zulässt), entspricht aber keinesfalls einem Freibrief. Das Landgericht Koblenz hat in einem Urteil (2. Mai 2014 – 6 S 45/14) klar gestellt: Der Mieter muss Schadenersatz leisten, wenn ein Haustier Schäden in der Wohnung anrichtet.

Im konkreten Fall ging es um zentimeterlange Kratzer auf einem wertvollen Parkettboden, den ein ausgewachsener Labrador zu verantworten hatte. Von einer normalen Abnutzung, wie sie der Mieter als Argument ins Feld führte, könne hier keine Rede mehr sein. Vielmehr ist der Mieter dazu angehalten, mit der Mietsache und der Bausubstanz pfleglich umzugehen und objektiv vermeidbaren Schaden durch Tierhaltung abzuwenden.

Zu den Obhuts- und Sorgfaltspflichten des Mieters hätte es gehört, die Kratzer nicht einfach achselzuckend hinzunehmen, sondern mit geeigneten Maßnahmen die Parkettschäden zu vermeiden – etwa in Form von ausgelegten Teppichen. Tierliebe Vermieter müssen also keinesfalls hinnehmen, wenn die Katze des Mieters ihr zugewiesenes Katzenklo ignoriert und stattdessen Bodenbeläge bevorzugt.

Der Mieter ist immer dann zu Schadenersatz verpflichtet, wenn der Schaden so gravierend ist, dass er eine normale Nutzung übersteigt.

Immobilienpreise in Nürnberg: Mieten und Kaufpreis auf Rekordhöhe

Kaufen und Mieten war in Nürnberg noch nie so teuer: Laut Daten von Immowelt.de steigen die Immobilienpreise immer weiter.

Der aktuelle Quadratmeterpreis für Eigentumswohnungen in Nürnberg liegt demnach derzeit bei fast 2.500 EUR: Vor fünf Jahren lag der Preis noch bei 1.500 Euro. Gegenüber 2010 ist der Durchschnittspreis damit um 73 % gestiegen. Besonders zwischen 2012 und 2013 hat die Dynamik zugenommen: Hier lag die Steigerung bei 27 %. Auch 2014 sind die Preise nochmals um 20 % angestiegen. Zum Vergleich: In München liegt der aktuelle Quadratmeterpreis bei unglaublichen 5.747 Euro.

Darum steigen die Immobilienpreise in Nürnberg

Für diese massive Steigerung gibt es natürlich mehrere Gründe. Neben den historisch niedrigen Hypothekenzinsen und der damit höheren Nachfrage liegt eine Ursache auch in der stetig wachsenden Bevölkerung, der guten wirtschaftlichen Lage und den niedrigen Arbeitslosenzahlen gerade im Großraum Nürnberg. Wie dramatisch der Wohnungsmangel in der Region ausfällt, zeigt folgende Zahl: Demnach wurden 2013 nur 1.360 neue Wohnungen errichtet, während gleichzeitig 36.000 Menschen nach Nürnberg und Umgebung gezogen sind.

Die Lage auf dem Mietmarkt in Nürnberg

Wer aktuell eine Wohnung in Nürnberg sucht, bezahlt im Schnitt 8,50 EUR pro Quadratmeter (2010: 6,80 Euro pro Quadratmeter). In den vergangenen fünf Jahren sind die Preise damit um 25 % angestiegen; die durchschnittliche Mietsteigerung liegt damit zwischen 4 und 6 Prozent pro Jahr. Auch hier liegen die Gründe im ungebremsten Zuzug in die Region in Kombination mit knappem Angebot. Die Leerstandsquote liegt bei 1 % – kaum eine Mietwohnung bleibt damit unvermietet.

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